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Die häufigsten Brandschutzmängel bei Betriebsbegehungen

Autorenbild: LUC Facility- und Brandschutzmanagement
LUC Facility- und Brandschutzmanagement
12. Okt.
2 Min. Lesezeit
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Ein wirksamer Brandschutz ist eine wesentliche Voraussetzung für die Sicherheit von Personen, Sachwerten und den Fortbestand eines Unternehmens. Im Rahmen von Betriebsbegehungen zeigen sich jedoch immer wieder ähnliche Mängel, die nicht nur die Sicherheit gefährden, sondern auch behördliche Beanstandungen oder versicherungsrechtliche Probleme nach sich ziehen können.


Nachfolgend finden Sie die häufigsten Brandschutzmängel, die bei Begehungen in österreichischen Betrieben festgestellt werden.


1. Brandlasten in Flucht- und Verkehrswegen


Einer der häufigsten Mängel ist die Lagerung von brennbaren Materialien in Fluchtwegen, Treppenhäusern oder vor Notausgängen.


Typische Beispiele:


  • Kartonagen und Verpackungsmaterial

  • Paletten

  • Reinigungsmittel

  • Möbelstücke

  • Alte Elektrogeräte


Diese Gegenstände können im Brandfall zur schnellen Brandausbreitung beitragen und die Flucht von Personen erheblich behindern.


Warum ist das problematisch?


Fluchtwege müssen jederzeit uneingeschränkt benutzbar sein. Bereits geringe Brandlasten können die Verrauchung beschleunigen und die Evakuierung erschweren.


Empfehlung


  • Regelmäßige Kontrollen durchführen

  • Klare Lagerbereiche definieren

  • Mitarbeiter laufend sensibilisieren

  • Fluchtwege dauerhaft freihalten


2. Verstellte oder nicht zugängliche Feuerlöscher


Feuerlöscher sind häufig vorhanden, jedoch im Ernstfall nicht sofort erreichbar.

Häufige Feststellungen:


  • Feuerlöscher werden durch Möbel verstellt

  • Lagergut wird davor abgestellt

  • Feuerlöscher fehlen am vorgesehenen Standort

  • Hinweisschilder sind verdeckt


Warum ist das problematisch?


In der Entstehungsphase eines Brandes zählt jede Sekunde. Kann ein Feuerlöscher nicht rasch erreicht werden, kann sich ein kleiner Brand innerhalb weniger Minuten zu einem Großschaden entwickeln.


Empfehlung


  • Feuerlöscher frei zugänglich halten

  • Kennzeichnungen sichtbar ausführen

  • Regelmäßige Sichtkontrollen durchführen

  • Mitarbeiter in der Handhabung schulen


3. Nicht gewartete oder manipulierte Brandschutztüren


Brandschutztüren dienen dazu, Feuer und Rauch auf einen Brandabschnitt zu begrenzen. Dennoch werden bei Begehungen regelmäßig Mängel festgestellt.


Typische Beispiele:


  • Türen werden mit Keilen offengehalten

  • Türschließer sind defekt

  • Selbstschließfunktion funktioniert nicht

  • Beschädigte Dichtungen

  • Fehlende Wartungsnachweise


Warum ist das problematisch?


Brandschutztüren können ihre Schutzfunktion nur erfüllen, wenn sie selbstständig schließen und sich technisch in einwandfreiem Zustand befinden. Bereits kleine Mängel können die Wirksamkeit erheblich beeinträchtigen.


Empfehlung


  • Regelmäßige Funktionsprüfungen durchführen

  • Türen niemals verkeilen

  • Beschädigungen umgehend beheben

  • Wartungen dokumentieren


4. Praxisbeispiele


Beispiel 1: Verstellter Fluchtweg


Bei einer Betriebsbegehung in einem Lagerbetrieb wurden mehrere Europaletten im Fluchtweg gelagert. Der Notausgang war nur mehr eingeschränkt nutzbar. Die Behörde forderte die umgehende Beseitigung der Mängel.


Beispiel 2: Brandschutztür außer Funktion


In einem Bürogebäude wurde festgestellt, dass eine Brandschutztür dauerhaft mit einem Keil offengehalten wurde. Im Brandfall wäre eine Rauchausbreitung über mehrere Brandabschnitte möglich gewesen.


Beispiel 3: Fehlende Wartung von Feuerlöschern


Während einer Überprüfung stellte sich heraus, dass mehrere Feuerlöscher die vorgeschriebenen Wartungsintervalle überschritten hatten. Die Geräte mussten unverzüglich geprüft bzw. ersetzt werden.


Fazit


Die meisten Brandschutzmängel entstehen nicht durch komplexe technische Defekte, sondern durch organisatorische Versäumnisse im täglichen Betrieb. Verstellte Fluchtwege, unzugängliche Feuerlöscher oder mangelhaft gewartete Brandschutztüren zählen zu den häufigsten Beanstandungen bei Betriebsbegehungen.

Aus technischer Sicht können regelmäßige Eigenkontrollen, eine klare Verantwortungszuweisung und die Unterstützung durch einen externen Brandschutzbeauftragten wesentlich dazu beitragen, Risiken frühzeitig zu erkennen und die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben sicherzustellen.


LUC Facility- & Brandschutzmanagement unterstützt Unternehmen, Hausverwaltungen und Eigentümer bei Betriebsbegehungen, Brandschutzkontrollen, Dokumentationen in der gesamten Steiermark.

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